Arten der barrierefreien Gestaltung
Ein Zusammenspiel aus Technik, Design und Inhalt.
Barrierefreie Gestaltung besteht nicht aus einer einzelnen Maßnahme, sondern aus dem Zusammenspiel mehrerer Gestaltungsbereiche. Jeder Bereich beeinflusst, wie gut Inhalte wahrgenommen, verstanden und genutzt werden können.
Layout und Struktur
Ein klar aufgebautes Layout unterstützt den Leser. Eine verständliche Gliederung, sinnvolle Abstände und visuelle Hierarchien helfen Inhalte einzuordnen.
Typografische Barrierefreiheit
Gut lesbare Schriften, angemessene Schriftgrößen, klare Hierarchien und logische Textstrukturen sorgen dafür, dass Inhalte leicht erfassbar bleiben. Typografie entscheidet oft zuerst darüber, ob ein Text gelesen wird oder nicht.
Farb- und Kontrastgestaltung
Farben müssen ausreichend Kontrast bieten und dürfen Informationen nicht allein tragen. Farbfehlsichtigkeit und unterschiedliche Wahrnehmungen werden mitgedacht, damit Inhalte zuverlässig unterscheidbar bleiben.
Materialität (Print)
Im Printbereich beeinflussen Papier, Oberflächen, Bindungen und taktile Elemente die Nutzbarkeit erheblich. Materialentscheidungen wirken sich somit direkt auf den Lesekomfort, die Handhabung und Orientierung aus.
Interaktion (Web)
Im Web müssen Buttons, Navigationen und Formulare eindeutig erkennbar und ohne Barrieren bedienbar sein. Rückmeldungen, Fokuszustände und klare Zustände sind entscheidend für sichere Nutzung.
Technik und Geräte (Web)
Responsiveness, unterschiedliche Displaygrößen und technische Standards bestimmen, wie Inhalte dargestellt und genutzt werden. Gestaltung muss auf verschiedenen Geräten stabil funktionieren.
Barrierefreiheit entsteht aus vielen einzelnen Entscheidungen. Je besser diese zusammenspielen, desto inklusiver wird das Ergebnis. Barrierefreiheit ist deshalb nicht als Einzelaspekt zu sehen, sondern als Zusammenspiel von Gestaltung und Technik.