Bildsprache

Visuelle Elemente erleichtern den Zugang zu komplexen Inhalten.

In der barrierefreien Gestaltung werden Bilder nicht dekorativ, sondern informativ eingesetzt. Sie helfen dabei, Inhalte schneller zu erfassen, komplexe Inhalte zu vereinfachen und Zusammenhänge sichtbar zu machen. Besonders bei abstrakten oder schwierigen Themen können Bilder das Textverständnis deutlich verbessern.

 

Damit Bilder diese Funktion erfüllen, müssen sie inhaltlich eindeutig, klar fokussiert und zum Text passend gewählt sein. Ein gutes Bild macht einen Sachverhalt anschaulich, ohne durch übermäßige Details zu überfordern.

 

Erkennbarkeit und Klarheit

Die Erkennbarkeit eines Bildes ist zentral für sein Verständnis. Zu dunkle, zu helle, unscharfe oder stark kontrastarme Motive erschweren die Wahrnehmung, insbesondere für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen. Auch visuell überladene Bilder verlieren schnell an Aussagekraft.

Wichtige Voraussetzungen für gut verständliche Bilder sind:

  • klar erkennbare Hauptmotive
  • ausreichender Helligkeits- und Farbkontrast
  • ruhige Hintergründe
  • Verzicht auf Unnötiges

Text auf Bildern ist dann problematisch, wenn die Bildstruktur unruhig ist oder der Kontrast nicht ausreicht. Ist Schrift auf Bildern unvermeidbar, muss sie klar abgesetzt und ausreichend kontrastreich gestaltet werden.

 

Geeignete Darstellungsformen

Unterschiedliche Bildtypen erfüllen unterschiedliche Aufgaben:

 

Fotografien

eignen sich für reale Situationen, Personen oder Orte. Sie wirken unmittelbar und authentisch, sollten jedoch klar fokussiert, gut ausgeleuchtet und frei von überflüssigen Details sein, damit das Wesentliche schnell erkennbar bleibt.

 

 

Illustrationen können Inhalte vereinfachen und abstrahieren und sind besonders hilfreich bei komplexen oder erklärenden Darstellungen.

 

 

Icons und Piktogramme dienen der schnellen Orientierung und sollten groß genug, klar gestaltet und stilistisch konsistent sein. Beschriftete Icons erhöhen die Verständlichkeit zusätzlich.

 

 

Unabhängig von der Darstellungsform gilt: Bilder sind Träger von Information und müssen ohne Vorwissen verständlich bleiben.

 

Konsistenz statt Zufälligkeit

Eine konsistente Bildsprache erleichtert Orientierung. Wiederkehrende Motive, Perspektiven oder Stile schaffen visuelle Stabilität und unterstützen das intuitive Erfassen von Inhalten. Zufällig gewählte oder rein dekorative Bilder können hingegen ablenken und Barrieren erzeugen.

 

Je klarer, eindeutiger und funktionaler Bilder eingesetzt werden, desto besser unterstützen sie Orientierung und Verständnis.