Bindungen
Das Medium Print
Die Bindung eines Printprodukts beeinflusst, wie gut Inhalte genutzt, gehalten und gelesen werden können. Sie entscheidet darüber, ob Seiten flach aufliegen, ob Text gut zugänglich bleibt und ob das Produkt ohne Anstrengung bedient werden kann. Für barrierefreie Gestaltung ist die Bindung daher kein rein technisches Detail, sondern Teil der Nutzbarkeit.
Aufschlagverhalten und Lesekomfort
Bindungen sollten es ermöglichen, dass Seiten möglichst flach aufliegen. Wenn ein Buch ständig zugehalten werden muss oder sich von selbst schließt, erschwert das das Lesen erheblich. Besonders für Menschen mit motorischen Einschränkungen oder geringerer Kraft wird die Nutzung schnell anstrengend.
Bundbereich berücksichtigen
Bei Klebe- oder Falzbindungen kann Text im Bundbereich schlecht sichtbar sein. Deshalb muss der Innenrand ausreichend groß angelegt und an die jeweilige Bindungsart angepasst werden. Ziel ist, dass Inhalte vollständig lesbar bleiben, ohne das Printprodukt stark aufbiegen zu müssen.
Flexible Bindungen bevorzugen
Spiral-, Ring- oder Lay- Flat-Bindungen erlauben ein vollständiges Aufschlagen und erleichtern das Lesen deutlich. Sie eignen sich besonders für Arbeitsmaterialien, Informationsbroschüren oder längere Texte, die aktiv genutzt werden.

Stabilität und Handhabung
Die Bindung sollte stabil genug sein, um häufiges Blättern auszuhalten, ohne auszureißen oder sich zu lösen. Gleichzeitig darf sie das Greifen und Umblättern nicht erschweren. Gut greifbare Seiten und ausreichend Platz zum Halten unterstützen die Nutzung.
Eine gute Bindung hält Inhalte offen, zugänglich und ohne Kraftaufwand nutzbar.