Kontrastberechnung
Farben im Print
Im Print muss Kontrast vor dem Druck überprüft werden. Gedruckte Inhalte lassen sich später nicht anpassen, und Kontraste wirken im Druck oft schwächer als am Bildschirm. Deshalb sollte Kontrast nicht nur visuell eingeschätzt, sondern rechnerisch geprüft werden.
Michelson-Kontrast im Print
Für Druckerzeugnisse eignet sich der Michelson- Kontrast, um abzuschätzen, wie deutlich sich Text und Hintergrund voneinander unterscheiden. Berechnet wird der Unterschied zwischen einer hellen und einer dunklen Fläche, basierend auf deren Helligkeitswerten.
K= (Hell - Dunkel) / (Hell + Dunkel)
Hell = Helligkeitswert der helleren Fläche (z. B. Papier)
Dunkel = Helligkeitswert der dunkleren Fläche (z. B. Textfarbe)
Das Ergebnis liegt zwischen 0 und 1.
Für gute Lesbarkeit im Print gilt: K ≥ 0,7.
In der Praxis erfolgt die Berechnung über Online- Kontrastrechner, etwa den „Leserlich-Kontrastrechner“. Dort werden Text- und Hintergrundfarbe eingegeben und der Michelson-Wert automatisch berechnet.
Der errechnete Wert ist jedoch nur eine ungefähre Annäherung. Papier, Druckverfahren und Licht beeinflussen die Wirkung. Deshalb muss jeder Kontrast im Probedruck überprüft werden.
Kontrast im Print immer berechnen, mit K ≥ 0 ,7 planen und im Probedruck prüfen.
