Satzspiegel

Layout im Print

Der Satzspiegel bestimmt nicht nur die optische Ordnung einer Seite, sondern auch, wie gut sie gehalten, gelesen und genutzt werden kann. Barrierefreiheit im Print beginnt deshalb bereits bei der Größe und Platzierung der Textfläche.

 

Ränder und Lesekomfort

Text darf weder zu nah am Seitenrand noch zu dicht an der Bindung stehen. Großzügige Randzonen geben dem Auge Halt und verhindern, dass Inhalte gedrängt wirken.

Für barrierefreie Gestaltung gilt, dass der Seitenrand mindestens so groß wie die Schriftgröße sein sollte, damit der Text klar begrenzt und gut erfassbar bleibt.

 

Spalten klar trennen

Bei mehrspaltigem Satz ist eine klare Trennung der Spalten entscheidend. Zu geringe Abstände führen dazu, dass Zeilen visuell ineinanderlaufen und der Blick versehentlich in die falsche Spalte springt.

Bewährt hat sich ein Spaltenabstand, der sich aus dem Verhältnis von Zeilenabstand und Mittellänge ergibt.

Spaltenabstand ≥ Zeilenabstand − Mittellänge

 

Bindung berücksichtigen

Der Innenrand muss an die jeweilige Bindung angepasst sein und ausreichend Platz bieten. Je nach Bindungsart kann es sinnvoll sein, ihn größer als den Außenrand anzulegen, damit Text vollständig sichtbar bleibt. Ein zu enger Bundbereich erschwert das Lesen und zwingt zu unnatürlichen Handbewegungen.

 

Angenehm in der Hand

Ein barrierefreier Satzspiegel berücksichtigt auch die Nutzungssituation. Seiten sollten sich gut halten lassen, ohne Text zu verdecken oder ständig neu zu positionieren. Ausreichend große Ränder erleichtern das Blättern.

 

Ein barrierefreier Satzspiegel gibt Text Raum – für das Auge und für die Hand.