Zeichenabstand im Print

Der Raum zwischen den Buchstaben.

Der Zeichenabstand beschreibt den horizontalen Zwischenraum zwischen einzelnen Buchstaben und hat einen entscheidenden Einfluss auf die Lesbarkeit. Er bestimmt ob Wörter als geschlossene Einheiten wahrgenommen werden.

 

Ist der Zeichenabstand zu gering, können sich Buchstaben berühren oder ineinanderfließen. Das Wortbild wird undeutlich und die Unterscheidbarkeit einzelner Zeichen leidet. Zu große Abstände hingegen lassen Wörter auseinanderfallen und stören den Lesefluss.

Für Lesetext sollte der Zeichenabstand so gewählt werden, dass ein ruhiges und gleichmäßiges Schriftbild entsteht. Der empfohlene mittlere Zeichenabstand bei Lesetexten zwischen etwa 67 % und 72 % der Schriftweite. Dieser Bereich unterstützt eine stabile Worterkennung und eine gleichmäßige Lesestruktur. Bei Serifenschriften sind in der Regel größere Zeichenabstände von etwa 90 % bis 100 % der Schriftweite notwendig, da sich berührende Serifen negativ auf die Lesbarkeit auswirken können.

Auch der Wortabstand spielt eine Rolle: Er sollte mindestens doppelt so groß wie der Zeichenabstand sein, um Wörter klar zu trennen.

 

Für Lesetext im Print einen gleichmäßigen, moderaten Zeichenabstand von etwa 67–72 % verwenden und nur behutsam vom Standard der Schrift abweichen.