Zeilenlängen im Print

Raum zwischen Zeilen schafft Ruhe.

Der Zeilenabstand beschreibt den vertikalen Abstand zwischen den Grundlinien zweier Textzeilen und beeinflusst, wie klar Text wahrgenommen wird. Er bestimmt, ob einzelne Zeilen voneinander getrennt sind und wie gut der Blick beim Lesen von einer Zeile zur nächsten findet.

 

Ist der Zeilenabstand zu gering, greifen Ober- und Unterlängen ineinander. Buchstabenformen werden schwerer unterscheidbar und das Schriftbild wirkt dicht und unruhig. Ist der Abstand zu groß, zerfällt das Textbild. Der Zusammenhang zwischen den Zeilen geht verloren und der Lesefluss wird unterbrochen.

Für Lesetext von Druckprodukten ist daher ein ausgewogener Zeilenabstand entscheidend für ruhige Lesbarkeit über längere Textpassagen hinweg. Dabei steht der Zeilenabstand immer in Beziehung zur Zeilenlänge. Je länger die Zeilen sind, desto größer sollte auch der Abstand gewählt werden, damit das Auge beim Rücksprung zum Zeilenanfang den Anschluss leichter findet.

 

Für Lesetext im Print ist ein Zeilenabstand von mindestens 120 % der Schriftgröße empfehlenswert. Bei längeren Zeilen von etwa 70 Zeichen sollte der Zeilenabstand auf rund 140 % erhöht werden.