Zeilenlängen im Web
Wie der Lesefluss beeinflusst wird.
Die Zeilenlänge beeinflusst im Web, wie flüssig Texte gelesen werden können. Sie bestimmt, wie leicht das Auge einer Zeile folgt und wie sicher der Sprung zur nächsten Zeile gelingt. Ist eine Zeile zu lang, wird die Orientierung beim Rücksprung an den Zeilenanfang erschwert. Ist sie zu kurz, wird der Lesefluss durch häufige Umbrüche unnötig unterbrochen.
Zeilenlänge im responsiven Kontext
Anders als im Print ist die Breite von Textblöcken im Web nicht festgelegt. Texte werden auf unterschiedlich großen Bildschirmen, in variierenden Fensterbreiten und Ausrichtungen dargestellt. Die Zeilenlänge darf daher nicht starr gedacht werden, sondern muss flexibel auf das Layout und das jeweilige Gerät reagieren.
Begrenzung breiter Textblöcke
Um zu lange Zeilen auf großen Bildschirmen zu vermeiden, ist es sinnvoll, Textbereiche bewusst zu begrenzen. Technisch lässt sich dies über eine maximale Breite des Textblocks steuern, etwa durch
max-width in Kombination mit relativen Einheiten. Auf kleineren Geräten wie Smartphones übernimmt die Displaybreite diese Begrenzung in der Regel automatisch, sofern die Schriftgröße ausreichend gewählt ist.
Orientierung im Text
Eine kontrollierte Zeilenlänge unterstützt die Worterkennung, erleichtert das Überfliegen von Texten und reduziert visuelle Ermüdung. Besonders bei längeren Inhalten wie Artikeln, Hilfeseiten oder Anleitungen hilft sie dabei, den Zeilenanfang intuitiv wiederzufinden.
Für Lesetext im Web sind etwa 45 bis 75 Zeichen pro Zeile empfehlenswert, inklusive Leerzeichen. Außerdem sollte die Zeilenlänge über flexible Layouts gesteuert werden.
