Zielgruppen

Für unterschiedliche Situationen gedacht.

Barrierefreie Gestaltung richtet sich nicht an eine einzelne, klar abgegrenzte Gruppe. Sie berücksichtigt unterschiedliche Menschen, Fähigkeiten und Nutzungssituationen. Entscheidend ist dabei, unter welchen Bedingungen Inhalte genutzt werden, nicht wer sie nutzt.

Einschränkungen können sehr unterschiedlich auftreten und sind oft nicht dauerhaft. Barrierefreiheit denkt diese Vielfalt von Anfang an mit.

 

Arten von Einschränkungen

 

Situative Einschränkungen entstehen durch äußere Umstände. Dazu gehören schlechtes Licht, Lärm, Stress, Nutzung mit einer Hand, kleine Displays oder Ablenkung unterwegs. Auch hier können gut gestaltete Inhalte Barrieren reduzieren oder verstärken.

 

Temporäre Einschränkungen treten zeitlich begrenzt auf, etwa durch Verletzungen, Krankheit, Erschöpfung oder vorübergehende Sehschwierigkeiten. Design Entscheidungen die in solchen Situationen helfen, helfen oft auch dauerhaft eingeschränkten Personen – und umgekehrt.

 

Dauerhafte Einschränkungen begleiten Menschen langfristig oder lebenslang. Dazu zählen zum Beispiel eingeschränkte Seh- oder Hörfähigkeit, motorische Einschränkungen oder kognitive Beeinträchtigungen. Gestaltung muss hier besonders klar, stabil und verlässlich sein, damit Inhalte selbstständig genutzt werden können.

 

Grenzen der Barrierefreiheit

Die Anforderungen verschiedener Nutzer:innengruppen sind teils widersprüchlich, weshalb vollständige Barrierefreiheit kaum erreichbar ist. Gestaltung sollte daher immer barrierearm gedacht werden, da sie nie vollständig barrierefrei sein kann und Barrieren nur bewusst reduziert werden können.

 

Gestaltung wird durch das Mitdenken von Barrierefreiheit robuster, flexibler und alltagstauglicher.